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CARMEN nach Prosper Mérimée

Gastspiel des Roma Theater PRALIPE

 

 

PRALIPE versteht sich als Vermittler der Kultur der Roma und Sinti, aber auch als Vorboten einer gemeinsamen europäischen Kultur – über alle Grenzen hinweg, in alle Herzen hinein; ohne Diskriminierung durch Sprache oder Hautfarbe.

Fast immer arbeiten mindestens fünf Nationen (Nationalitäten) in den Produktionen des Theater zusammen, der Anfang eines großen „Kulturhauses Europa“.

 

„Ein Theater muss daran glauben, die Welt ändern zu können.“

Suncica Todi´c

 

Auf der Basis dieser Einstellung wurde die neueste Inszenierung des Theaters:

CARMEN nach Prosper Merimée produziert.

Von Merimée wurde die Fabel übernommen, von Bizet einige Gestalten (Micaela, Escamillo) sowie einige Situationen und Gespräche.

Und doch überwiegt Mérimée, da die Gestalten aus seiner Novelle grausam und real sind.

Dabei befasst sich PRALIPE sowohl mit der Grausamkeit der Verhältnisse, als auch mit dem Recht auf Freiheit, auch der Freiheit Carmens zu lieben, wen sie will und so lange sie will.

Das Roma Theater führt seine Carmen auf, ist gleichzeitig aber darauf bedacht, dem Publikum die Fabel „Carmen“ und damit wiederum der ganzen Nationalität der Roma nahe zu bringen.

 

Wir haben uns dafür entschieden, diese Inszenierung nach Erfurt zu holen, um mit Hilfe dieses großen, sinnlich erlebbaren Ereignisses nachhaltige Eindrücke zu vermitteln, Brücken zu schlagen und durch die persönliche Begegnung mit dem Ensemble einen ganz anderen Einstieg in die Diskussion zu bieten, als es durch rein thematische Vorträge oder Workshops gegeben ist.

 

Dabei wird in Zusammenarbeit mit dem Ensemble das Zirkuszelt über die Theatervorstellungen hinaus ein Forum für persönliche multikulturelle Begegnungen, ganz gezielt auch mit Thüringer Schülern der Oberstufe unter Einbeziehung der in Thüringen lebenden „Ausländer“ während mehrerer Tage sein.

 

 

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